Akustik in Altenheimen

Akustik in Altenheimen

6 Gründe, warum die Akustik in Altenheimen auf der Checkliste stehen sollte

Neueste Untersuchungen(1) stellen klar, dass in Heim- und Pflegeeinrichtungen die Akustik eine besondere Rolle spielt, zuoberst in den Gemeinschaftsräumen. Die Ergebnisse weisen Planern und Betreibern von Seniorenheimen damit den Weg, bei der (akustischen) Raumgestaltung auf einen hohen Standard Wert zu legen. Die Anforderungen ergeben sich aus gesundheitlicher Sicht für die Bewohner und darüber hinaus auch für die Pflegemitarbeiter.

Wenn Menschen in einer Gemeinschaft leben und in Räumen Zeit miteinander verbringen, steigt in der Regel die Geräuschkulisse. Begrüßungen und Smalltalk auf der einen Seite, Stühlerücken, Geschirrklappern und Unterhaltungsprogramme auf der anderen Seite überlagern sich und tragen dazu bei, dass sich die Lautstärke zunehmend erhöht. Dieser Prozess verselbständigt sich, zumal die Hörfähigkeit im Alter abnimmt und die Verständigungsprobleme damit zunehmen. Hörschwierigkeiten sind bei mindestens 50% der über 70jährigen Menschen in Deutschland feststellbar.

Warum sollten also Architekten, Planer und Heimverantwortliche für eine gute Hör-Umgebung in Seniorenheimen sorgen?

Hierzu können Akustik-Experten die folgende Empfehlung machen:
In Senioren-und Pflegeheimen müssen die hohen Anforderungen für den Schallschutz bereits beim Bau jedoch auch anschließend in der Gestaltungsphase, vor allem in Gemeinschaftsräumen, berücksichtigt werden.

Die Gründe liegen laut Forscher auf der Hand:

  1. Die Sprachverständlichkeit steigt: In Räumen mit hoher Schalldämpfung kommt das gesprochene Wort klarer beim Empfänger an. Gerade für schwerhörige Menschen ist dies ein essenzieller Faktor, um im sinnvollen Austausch mit den Anderen bleiben zu können.
  2. Der körperlicher Stress lässt nach: Schlafprobleme, Nervosität und Bluthochdruck aufgrund von Lärm bzw. der entstehenden Schallwellen werden gemindert.
  3. Behaglichkeit und Komfort, die in den Sälen herrschen, steigern das Wohlbefinden. Die allgemeine Atmosphäre in der Gruppe ist grundsätzlich positiv in einer Umgebung mit wenig Hall und Geräuschüberlagerung.
  4. Teilhabe am Leben behalten: Integration und Lebensqualität als Stichworte! Die psychische Gesundheit der Heimbewohner hängt auch davon ab, wie weit der Einzelne mit seiner Umwelt interagieren kann.
  5. Geistig rege bleiben dank guten Hörvermögens: Langzeitstudien haben einen Zusammenhang zwischen gutem Hören und dem Erhalt der geistigen Fähigkeiten gezeigt.2
  6. Auch das Pflegepersonal kann durchatmen: Die ruhigere Umgebung in den Aufenthaltsräumen sorgt für bessere Arbeitsbedingungen.

Schallabsorbierende Raumelemente für Decke und Wand bringen nicht nur in Büros und anderen Arbeitsräumen, sondern auch in Seniorenwohnheimen einen hohen Nutzen. Künftige Richtlinien können Heimbetreibern und Planern klare Standards für die Ausführung an die Hand geben.

1 Technische Universität Eindhoven 2015 / https://www.researchgate.net/profile/Nicole_Van_Hout

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